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Dies & Das: Typisch Kiel


Matrosen in KielKieler Anzug
Der Matrosenanzug ist in der Neuzeit als Kleidung der Matrosen im Sinne einer Uniform eingeführt worden. Er besteht aus Hemd, Hose und Mütze. Im 19. Jahrhundert wurde der Matrosenanzug ein beliebtes Kleidungsstück für Knaben, später auch für Mädchen, wobei die Hose durch einen Rock ersetzt wurde. In einigen Ländern entwickelten sich aus dem Matrosenanzug auch Schuluniformen. Auch heute ist der Matrosenanzug bei der Marine verbreitet, so wird er bei der Deutschen Marine von Mannschaftsdienstgraden getragen. Die deutsche Matrosenkleidung wurde im Deutschen Reich zentral in Kiel hergestellt, weshalb sie den Beinamen „Kieler Anzug“ erhielt. In den USA wurde die Kleidung der Matrosen erstmals 1817 genau festgelegt, in Großbritannien geschah das erst 1857.


Segelschulschiff Gorch Fock
Für die neu entstandene Bundesmarine wurde 1958 das Segelschulschiff Gorch Fock (2) in den Dienst gestellt, das bis heute in dieser Funktion in der Deutschen Marine dient. Sie wurde bei Blohm + Voss gebaut. Das Schiff untersteht der Marineschule Mürwik, Heimathafen ist Kiel; ihr Liegeplatz ist an der Tirpitzmole.


Kieler Stadtwappen
Das Wappen der Stadt Kiel ist das sogenannte holsteinische Nesselblatt in Silber auf rot mit einem schwarzen Boot. Das silberne Nesselblatt auf rotem Grund ist das Wappen der Schauenburger, welche 1111 mit Holstein belehnt worden waren. Das gemauerte Boot, das einerseits der heraldischen Unterscheidung dient, symbolisiert andererseits die Stadtrechte (durch Assoziation mit der Stadtmauer) sowie die Bedeutung des Hafens für Kiel.



Kieler SprottenKieler Sprotten
Wussten Sie schon , dass Kieler Sprotten nicht deshalb Kieler Sprotten heißen, weil sie aus Kiel stammen, sondern weil sie dort verladen und mit der Bahn nach ganz Europa exportiert wurden. Die Sprotten stammen aus dem nahe gelegenen Eckernförde. Kieler Sprotten sind eine echte holsteinische Spezialität. Sprotten gehören zur Fischfamilie der Culpeiden und sind mit dem Hering, Sardine und Sardelle verwand. Der Fisch, aus dem die Sprotte hergestellt wird, heißt Breitling (Clupea sprattus L.). Teilweise werden für die Herstellung der Kieler Sprotten auch kleine Heringe verwendet. Typischerweise gelangen Kieler Sprotten in flachen Kisten aus rohem Holz in den Handel, in verschiedenen Größen, sowohl für Wiederverkäufer als auch für Endverbraucher. Sie können vollständig, inklusive Kopf und Gräten („mit Kopp un Steert“) verzehrt werden. Üblicher ist allerdings, den Kopf nicht mitzuverzehren. Beliebt ist neben den echten Kieler Sprotten auch die Schokoladenversion, die – „Katzenzungen“ ähnlich – in Form und Verpackung der Fischspezialität imitiert. Die „Schokosprotten“ sind auch bei der Tourist Information Kiel erhältlich. Im übertragenen Sinne steht der Begriff „Kieler Sprotte“ ferner für „Kieler Jung“, also einen alteingesessenen oder gebürtigen Bürger Kiels.


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